Robin Arthur (Forced Entertainment)

Forced Entainment

ist eine britische Künstlergruppe unter der Leitung von Tim Etchells.
2009 feiert Forced Entertainment sein 25-jähriges Bestehen. Seit Gründung der Truppe im Jahr 1984 anlässlich ihres Studienabschlusses an der University of Exeter haben es die sechs Kernmitglieder geschafft, eine einzigartige künstlerische Partnerschaft über ein Vierteljahrhundert hinweg aufrechtzuerhalten, und dabei ihre Rolle als Wegbereiter des zeitgenössischen Theaters wiederholt unter Beweis gestellt.
Im beachtlichen Gesamtwerk der Gruppe spiegelt sich ihr Interesse an den Mechanismen von Theateraufführungen, an der Rolle des Publikums und an den Machinationen des modernen urbanen Lebens wieder.
 
Big Art Group

Big Art Group

ist eine New Yorker Künstlergruppe, die unter der Leitung von Caden Manson und Jemma Nelson, 1999 gegründet wurde. Die Künstlergruppe benutzt die Sprache der Medien und sich überlagernder Kunstformen, um kulturell übergreifende und anspruchsvolle Werke darzustellen.
Seit Ihrer Gründung hat die Big Art Group sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Bühnen gespielt und wird von der Kritik hoch angesehen.
 
Astrid Deuber-Mankowsky

Astrid Deuber-Mankowsky

studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Zürich und Berlin und lehrt seit 2004 als Professorin am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Medientheorie, Geschlechtertheorie, Kulturwissenschaft und Philosophie. Zuletzt erschienen: Praktiken der Illusion. Kant, Nietzsche, Cohen, Benjamin bis Donna J. Haraway. (2007) Lara Croft. Modell, Medium, Cyberheldin. Das virtuelle Geschlecht und seine metaphysischen Tücken (2001) sowie Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen. Jüdische Werte, Kritische Philosophie, vergängliche Erfahrung (2000).
 
André Eiermann

André Eiermann


ist Postdoktorand am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er auch studierte und bei Heiner Goebbels promovierte.
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Performance Studies der Universität Hamburg sowie Gastdozent am Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Siegen, am Institut für Theaterwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und im Studiengang Master-Campus-Theater-CH an der Hochschule der Künste Bern.
Seit Herbst 2008 kuratiert er die Programmreihe tent an der Münchener Spielstätte i-camp. Seine Dissertation Postspektakuläres Theater – Die Alterität der Aufführung und die Entgrenzung der Künste ist 2009 bei transcript erschienen.

 

Ulrike Haß

Ulrike Haß

ist Professorin für Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Zahlreiche Publikationen zur Bühnenform der Frühen Neuzeit, zu Bildtheorie, Gegenwartstheater und -dramatik, speziell zu Elfriede Jelinek, Einar Schleef und Heiner Müller, u. a.: Theater über Tage (Hg.. 2001-2005), Gott gegen Geld. Zur Zukunft des Politischen I (Hg.. 2002), Krieg der Propheten. Zur Zukunft des Politischen II (Hg.. 2004), Das Drama des Sehens. Auge, Blick und Bühnenform (2005), Ende der Vorstellung. Heiner Müller: Bildbeschreibung (Hg. 2005), Schauplatz Ruhr (Hg. 2007, 2008), Was ist eine Universität? (Hg. 2009).
 
labofii - the laboratory of insurrectionary imagination

labofii - the laboratory of insurrectionary imagination

vermischen Kunst und Leben, Kreativität und Widerstand und behandeln Aufstand als Kunst und Kunst als Mittel der Vorbereitung für den kommenden Aufstand. In England sind Sie berrüchtigt für Ihre Auftritte, wo sie verkleidet als Rebellenclownarmee auftauchen, Schneebälle nach Bankern schmeißen oder eine Regatta entführen, um ein Kohlekraftwerk zu schließen.
 
Rudi Laermans

Rudi Laermans

ist Professor für Soziologie am Centre for Sociological Research der Universität Leuven/Belgien, sowie Dramaturg.

In seiner Forschungsarbeit bewegt er sich an der Schnittstelle von sozialer Systemtheorie, kritischer Theorie und der Soziologie künstlerischer Arbeit. Aus dieser Perspektive veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Artikel zu Werken von Luhmann, Simmel, Bourdieu und anderen wie auch zu zeitgenössischen Tanz- und Performancearbeiten verschiedener Choreographen oder Kompanien wie Jan Fabre, Meg Stuart und Damaged Goods, A.T. De Keersmaeker und Rosas, oder Jan Lauwers und Needcompany.
Seit 1995 unterrichtet Laermans auch als Gastdozent für Sozial- und Kulturtheorie bei P.A.R.T.S, der Brüsseler Tanzschule von A.T. De Keersmaeker.
 
Nature Theater of Oklahoma

Nature Theater of Oklahoma

ist eine New Yorker Künstlergruppe, die von Pavol Liska und Kelly Copper geleitet wird. Die Künstler bemühen sich darum eine beunruigende Lebenssituation zu schaffen, die eine hunderprozentige Anwesenheit der Personen im Raum verlangt. Unter Verwendung der „gebrauchsfertigen“ Materialien, des gefundenen Raumes, der zufällig gehörten Rede und der beobachteten Geste und durch extreme formale Handhabung und übermenschliche Bemühung, suchen sie, eine Verschiebung in der Wahrnehmung der täglichen Wirklichkeit zu bewirken, die sich  über den Ort der Performance hinaus in die Welt in der wir leben erweitert.

 
Nikolaus Müller-Schöll

Nikolaus Müller-Schöll

studierte in Hamburg und Baltimore, promovierte in Frankfurt/M. und lehrte u.a. an der Ecole Normale Supérieure in Paris, an der Ruhr-Universität Bochum sowie am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.

Seit 2009 ist er Professor für Theaterforschung am Institut für Germanistik II der Universität Hamburg.
Forschungsschwerpunkte: Das Komische als Paradigma der Modernitätserfahrung (17.-20. Jh.), Theatertheorie im Spannungsfeld zwischen Philosophie, Politik und Literatur sowie experimentelle Formen des Gegenwartstheaters und der Performance.
Zahlreiche Publikationen, u. a. Das Theater des „konstruktiven Defaitismus“. Walter Benjamin, Bertolt Brecht und Heiner Müller (2002), Kleist lesen (Hg. 2003), Ereignis (Hg. 2003), Aisthesis (Hg. 2005), Politik der Vorstellung. Theater und Theorie (Hg. 2006), Schauplatz Ruhr (Hg. 2007), Was ist eine Universität? (Hg. 2009), Heiner Müller sprechen (Hg. 2009).
 
osa - office for subversive architecture

osa

ist ein Architektennetzwerk, dessen 8 Mitglieder in unterschiedlichen europäischen Städten arbeiten und leben. osa beschäftigt sich an der Schnittstelle zwischen Architektur und Kunst mit der experimentellen Gestaltung städtischer Räume, mit dem Ziel tradierte Lesarten des städtischen Raums zu unterwandern.

Anja Ohliger
geb. 1967, Architektin. 1997 Gründung der Arbeitsgemeinschaft osa. Seit 2000 ist sie als Lehrende an der TUDarmstadt tätig. Als Reisende durch europäische und außereuropäische Städte beschäftigt sie sich mit kulturell geprägten Aneignungs- und Gestaltungsformen öffentlicher Räume.
 
Ulrich Beckefeld
geb. 1966, Architekt. Seit 1998 ist er Mitglied von osa. Seit 2000 lebt er als freischaffender Architekt in Wien und ist gelegentlich publizistisch tätig. Dabei beschäftigt er sich mit Fragen der inhärenten Logik von ‚Projekten‘ und ihrem Verhältnis zu einer komplexen Wirklichkeit.
 
Philippe Quesne - Vivarium Studio

Philippe Quesne - Vivarium Studio

Das 2003 von Philippe Quesne gegründete Vivarium Studio versteht sich als eine Art Labor, welches bildende Künstler, Schauspieler, Tänzer, Musiker und Tiere gleichermaßen in den kollektiven Prozess integriert.
Die Arbeitsweise der Gruppe unterliegt sehr spezifischen Vorgaben, die alle Inszenierungen kennzeichnen: die erste Szene ist immer identisch mit der letzten des vorhergehenden Stückes und jeder Arbeit liegt ein berühmtes Kunstwerk zugrunde. Der 39jährige Regisseur, der nach seinen Studien der bildenden Kunst und des Grafikdesigns in Paris jahrelang als Bühnenbildner und Set.-Designer tätig war, beschränkt sich allerdings nicht auf herkömmliche Erzählmuster und üblicherweise eingesetzte Theatermittel, sondern er kreiert eine ganz eigenes Universum.
 
Laurence A. Rickels

Laurence A. Rickels

Philosoph, Psychoanalytiker, Kultur- und Medienwissenschaftler, lehrt als Professor an der University of California in Santa Barbara, sowie an der European Graduate School in Saas Fee. Seine Arbeiten zu Kunst, Medien, Popkultur und Politik knüpfen an Psychoanalyse (speziell Freud und Lacan) und Kritischer Theorie an (speziell Adorno/ Horkheimer u. Frankfurter Schule). Zu seinen vieldiskutierten Publikationen zählen u.a. The Case of California (1991), die dreibändige Studie Nazi Psychoanalysis (2002) sowie I Think I Am: Philip K. Dick (2010).


 
Sergej Romashko

Sergej Romashko,

studierte an der Moskauer Universität, seit 1976 Forschungsbeauftragter an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR/Russlands, Publikationen zur Sprachtheorie und Poetik, Promotion zur Sprachphilosophie der deutschen Romantik.

Seit 1979 gehört er der Moskauer Künstlergruppe Kollektive Aktionen an, die sich in Theorie und Praxis mit Aktions- und Performancekunst auseinandersetzt und dabei unter anderem zu den Themen Ereignis, Kollektiv, Sprechen, Rhythmus, Zuschauer, Nichtstun und Wahrnehmungsfelder arbeitete.
Aktuell ist er international tätig als Künstler, Kurator, Forscher und Übersetzer von literarischen, philologischen und philosophischen Texten aus westeuropäischen Sprachen. Über die Arbeiten der Kollektiven Aktionen erschien im Jahr 1998 eine 800-seitige Dokumentation unter dem Titel Poezdki za gorod (Reisen vor die Stadt).